Antirassismus in Zeiten rechter Mobilisierung
Praktische Handlungsansätze und Gegenstrategien

   Tagung                

9 : 00

Eintreffen der Teilnehmer*innen

9 : 30

Eröffnung der Tagung
- Judith Porath, Opferperspektive e.V.
- Dieter Jetschmanegg, Büro des Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam
- Daniel Codello, Europäische Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR) (angefragt)

10 : 00

Eröffnungsvortrag - Rassistische Stimmung und alltägliche Gewalt:
Gesellschaftliche Konsequenzen rechter Mobilisierung

- Referent: Ibrahim Arslan, Hamburg
- Keynote: Prof. Dr. Heike Radvan, BTU Cottbus
- Keynote: Joschka Fröschner, Opferperspektive e.V.

11 : 00

Kaffeepause

11 : 30

Gesprächsrunde zum Eröffnungsvortrag
mit Daniel Codello (angefragt), Ibrahim Arslan, Prof. Dr. Heike Radvan und Joschka Fröschner

12 : 30

Mittagspause

13 : 30

Fachforen


Forum I: Alles Mouserutscher?
Rechte Mobilisierung im Internet vs. Freiheit des Netzes

Rechte nutzen die sozialen Netzwerke intensiv zur Mobilisierung. In
Kommentarspalten und Postings werden mit offener Hetze die Grenzen des
Sagbaren verschoben. Es scheint, als würde die Rechte vor allem über das
Internet an Stärke gewinnen. Der Workshop soll einerseits die tatsächliche
Wirkmacht des Netzes für den sogenannten Rechtspopulismus betrachten,
andererseits sollen Handlungsmöglichkeiten besprochen werden, wie
rechter Hetze im Netz begegnet werden kann.

- Anne Roth, Referentin der Fraktion Die Linke im Bundestag
- Christina Dinar, Amadeu-Antonio-Stiftung, Projektleitung debate// für digitale demokratische Kultur
- NN, Reconquista Internet
- Gilda Sahebi, Journalistin


Forum II: Wer hat die Lufthoheit über den Stammtisch?
Zivilgesellschaftliche Handlungsmöglichkeiten gegen die rechte
Mobilisierung

Der Rechten gelingt es, mit ihrer Propaganda mediale Aufmerksamkeit zu
erzeugen, die politische Agenda zu prägen und zu beeinflussen, wie Bürgerinnen
und Bürger die Gesellschaft und ihre Probleme wahrnehmen – bis hinein ins
Lokale und sogar Private. In dem Workshop soll die Funktionsweise rechter
Propaganda  analysiert werden: Mit welchen Strategien versucht die Rechte, den
öffentlichen Diskurs zu bestimmen? Gemeinsam wollen wir überlegen, wie wir
unserer eigenen Position gut Gehör verschaffen können. Was können wir tun, um
uns nicht einschüchtern zu lassen und politisch handlungsfähig zu bleiben? Und
wie können wir uns in der öffentlichen Auseinandersetzung stärken?

Ein Workshop mit:
-
Maica Vierkant
, Aktionsbündnis Brandenburg
- Frauke Büttner, Gegenargument


Forum III: Über den Tellerrand
Möglichkeiten einer themenübergreifenden Solidarisierung

Der rechte Diskurs verschiebt die Grenzen des Sagbaren und strebt nach
einer autoritären und antiemanzipatorischen Gesellschaftsordnung. Rechte
Propaganda greift Migrant*innen und Geflüchtete an, hetzt gegen
Geschlechtergerechtigkeit und Ausgleich von gesellschaftlichen Nachteilen.
Wie bekommen andere Minderheiten und Organisationen die
gesellschaftlichen Verschiebungen zu spüren? Wie gehen sie mit den
wachsenden Anfeindungen um? Welche Unterstützung erwarten sie sich
von Politik und Gesellschaft? Und wie können wir über den thematischen
Tellerrand hinaus solidarisch zusammenkommen?

- Anke Sieber, DREIST e.V.
- Lars Bergmann, AndersARTiG e.V.
- Marina Chernivsky, Kompetenzzentrum Prävention und Empowerment der Zentralwohlfahrtsstelle der 
   Juden in Deutschland (ZWST)


Forum IV: „Klare Kante“
Antirassismusarbeit und Diskriminierungsschutz als politische
Herausforderung im lokalen Raum

Die Sicherung von Chancengleichheit, gesellschaftlicher Teilhabe und der
Schutz vor rassistischer Diskriminierung sind Aufgaben, denen sich Politik
und Verwaltung stellen müssen, damit eine nachhaltige Integration
zugewanderter Menschen erreicht werden kann. Der Workshop wird
beleuchten, wie Politik und Verwaltung derzeit auf diese Herausforderung
im Zeichen des wachsenden Rassismus reagieren und welche
Handlungsmöglichkeiten ihnen zur Verfügung stehen.

- Inka Gossmann-Reetz, MdL Brandenburg (SPD)
- Daniel Bartel,  Antidiskriminierungsverband Deutschland e.V. (advd)
- Daniel Codello, Europäische Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR) (angefragt)
- Dr. Ursula Löbel, Landeshauptstadt Potsdam
- Ingmar Pech, Opferperspektive e.V.



18 : 00

Abendbuffet



   Internationale Podiumsdiskussion              

19 : 00   


Im Namen des Volkes?
Antirassismusarbeit im Zeichen einer erstarkenden Rechten – Ein internationaler Austausch

Überall in Europa gewinnen rechte Gruppierungen an Boden, die für sich
beanspruchen, im Namen des Volkes zu sprechen. Politische Gegner*innen
werden als Feinde oder „Volksverräter“ denunziert, Journalist*innen als
Lügner*innen und Betrüger*innen diffamiert, Minderheiten werden
verunglimpft, Rassismus wird offen geäußert und in Taten umgesetzt.
Letztendlich werden so die Grundlagen des Zusammenlebens wie
Chancengleichheit, Freiheit, Vielfalt und Respekt zersetzt. In einer
Podiumsdiskussion mit internationalen Gästen diskutieren wir, welche
Strategien in anderen Ländern verfolgt werden, um sich der
antidemokratischen Konjunktur, Rassismus und rechter Hetze entgegenzustellen.

Es diskutieren:

- Prof. Dr. Jürgen Mackert, Universität Potsdam
- Dr. Anna Tatar, Verein „NIGDY WIĘCEJ“ (Nie Wieder), Polen
- Cristina Erica Schwarze, SOS Rassismus und Diskriminierung Schweiz
- Cäcilia Kappel, ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit, Österreich
- Daniel Codello, Europäische Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR) (angefragt)
- Judith Porath, Opferperspektive e.V.
- Moderation: Alice Lanzke

21 : 00


Ausklang / Ende


Programm als PDF
Tagungsflyer als PDF